Wilhelm Jaruska Vernissage Galerie Widder

Eröffnung der Sonderausstellung Wilhelm Jaruska in und vor der Galerie Widder.

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Aufgrund des großen Interesses lauschten die Besucher den Eröffnungsreden von Herrn Mag. Roland Widder und Dr. Hannes Etzlsdorfer zur Sonderausstellung Wilhelm Jaruska vor den Räumlichkeiten der Galerie Widder in der Johannesgasse.

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Die Ausstellung präsentiert Werke von Wilhelm Jaruska und ist von 10. Mai bis 9. Juni 2019 in der Galerie Widder, Johannesgasse 9-13, 1010 Wien geöffnet.

Artmagazine

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Nur wenige Schritte über die Straße im Palais Ferstl geht die Zeitreise dann noch ein paar Jahrtausende weiter zurück. Bei Christoph Bacher lächelt einen eine ägyptische Mumienmaske aus dem ersten Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung seltsam verlegen an. Sowohl die farbliche Fassung als auch der Stil in dem speziell die übergroßen Augen gehalten sind, erinnert an moderne Mangas – kaum zu glauben, dass es sich tatsächlich um ein, über 2000 Jahre altes Objekt handelt.

Bei Widder hingegen kann man Aquarelle von geradezu schielescher Qualität von Wilhelm Jaruska aus 1938 erwerben und in seiner, den teilweise vergessenen Künstler*innen des Hagenbunds gewidmeten Sonderschau, auch sonst ganz wundervolle Entdeckungen abseits der breitgetretenen Pfade aus der Zeit um 1930 machen.

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Wien Museum

Das Wien Museum besitzt eine wertvolle Gemälde- und Grafiksammlung mit rund 130.000 Objekten. Das zeitliche Spektrum reicht von Fresken aus dem 14. Jahrhundert bis hin zu zeitgenössischen Arbeiten. Der Schwerpunkt der Sammlung liegt  auf Werken aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert. Besonders kostbare Bestände verzeichnet die Sammlung für die Kunst des Biedermeier, des Historismus, der Zeit um 1900 und des Frühexpressionismus.

Nach Beschluss der Kuratoren im Jahr 2016 wurden Werke von Wilhelm Jaruska in die Sammlung des Wien Museum aufgenommen.

http://www.wienmuseum.at/

Wilhelm Jaruska Graphik und Malerei

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Die „Epoche Paul Kurt Schwarz“ (1954-1987)

Auch Paul Kurt Schwarz war Schüler von Kirnig und übernahm schließlich 1954 die Leitung der vormaligen Kirnig-Klasse vom interimistischen Leiter Korunka. Er beeinflusste mit seiner Tätigkeit an der heutigen Universität für angewandte Kunst Wien maßgeblich eine ganze Epoche österreichischer Gebrauchsgrafik – eine Epoche, die erst mit seiner Pensionierung im Jahr 1987 zu Ende ging.

Das „Handwerk“ seines späteren künstlerischen Schaffens erlernte er dabei in einem Umfeld von Studienkollegen wie Arthur Zelger, Wilhelm Jaruska und Rudolf Korunka. Paul Kurt Schwarz begann schon früh mit Fotografien zu arbeiten und diese für die Gebrauchsgrafik zu verwenden. So findet dieses Element auch in den Plakatentwürfen der „Meisterklasse Schwarz“ wiederholt Verwendung.

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Neben seiner Lehrtätigkeit war Paul Kurt Schwarz außerdem immer aktiv tätig im Bereich der Plakatkunst beziehungsweise der Gebrauchsgrafik. Er arbeitete dabei fast ausschließlich für den Kulturbetrieb, also für Galerien, Ausstellungen und Verlage, wodurch er noch direkt mit den AuftraggeberInnen in Kontakt trat – ein Typus von GebrauchsgrafikerInnen, der mit der Ära der Werbeagenturen ausgestorben scheint.

 

Österreichische Nationalbibliothek

Wilhelm Jaruska, Maler und Graphiker, geb. am 26. 7. 1916 in Wien, gest. 2008. Jaruska absolvierte die Wiener Kunstgewerbeschule und studierte nach 1945 an der Akademie der bildenden Künste. Anschließend unterrichtete er an der Lehr- und Versuchanstalt in Wien, war als Illustrator von Kinderbüchern tätig. Seine Werke stehen stilistisch dem poetischen Realismus nahe.

Der Graphiker und Lehrer an der Graphischen Lehr- und Versuchsanstalt in Wien, Wilhelm Jaruska, hat der Österreichischen Nationalbibliothek fast alle von ihm entworfenen Plakate überlassen. Die Plakate sind über die Bilddatenbank der Flugblätter-, Plakate- und Exlibris-Sammlung abrufbar.

Wilhelm Jaruska Archiv der Österreichischen Nationalbibliothek

Wien Geschichte Archiv

Wilhelm Jaruska, * 26. Juli 1916 Wien, † 2. Dezember 2008 Wien, Maler, Graphiker, Lehrer.

Jaruska war Professor an der heutigen Höheren Graphischen Bundes-Lehr- und Versuchsanstalt (HGBLVA), seit 1967/1968 in der Leyserstraße 6 im 14. Bezirk, zuvor in der Westbahnstraße 25, Ecke Schottenfeldgasse, im 7. Bezirk. Dort hatte der Wiener Gemeinderat 1887 das Gebäude zur Verfügung gestellt hatte, in dem der Schulbetrieb 1888 begann.

In den 1960er und 1970er Jahren war Wilhelm Jaruska neben seiner Lehrtätigkeit oft als freiberuflicher Grafiker für den 1967 gegründeten Presse- und Informationsdienst der Stadt Wien tätig und entwarf für den PID Prospektlayouts und Plakate. Jaruska bewohnte damals ein atelierartiges Siedlungshaus der Stadtverwaltung in der 1950 erbauten Siedlung Löwenzahngasse, Stadlau.

Teilnachlass in der Österreichischen Nationalbibliothek.

Quelle: https://www.wien.gv.at/wiki/index.php/Wilhelm_Jaruska